gauhauptstadtkunst - unkommentiert im Rapoldipark?
Die Skulptur der Saligen Fräulein am Brunnen im Rapoldipark wurde 1944 für eine geplante “Monumentalanlage” mitten in der “Gauhauptstadt Innsbruck” am Rennweg entworfen. 1958, zwanzig Jahre nach dem Anschluss, ließ die Stadt Innsbruck die NS-Kunst im Rapoldipark feierlich Realität werden. Dass diese Figurengruppe aus weißem Marmor in enger Beziehung zur Ideologie und zum Rassenideal bzw. Frauenbild des Nationalsozialismus steht, wird aber an keiner Stelle erwähnt.
Lokalaugenschein
Der Münchner Kunsthistoriker Jochen Meister hat sich intensiv mit der Kunstgeschichte des Nationalsozialismus beschäftigt. Er kennt die Diskussionen und Fragen, die der heutige Umgang mit Werken aus dem Nationalsozialismus wie dem Saligen-Brunnen mit sich bringt. Jochen Meister wird ihn am 27. Juni vor Ort in seiner Bedeutung einordnen und dabei aufzeigen, welche ideologischen Anknüpfungspunkte es zu dem vermeintlich harmlosen Brunnen im Rapoldipark gibt.
Treffpunkt am Samstag, 27. Juni 2026 um 10:00 Uhr beim Saligen Brunnen im Rapoldipark.